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Online-Lexikon

Bauhaus

Unter der Leitung des Architekten Walter Gropius wird 1919 in Weimar die modernste Kunstschule ihrer Zeit, das „Staatliche Bauhaus“ gegründet. Es entwickelt sich ein hohes Niveau des kreativen Austauschs zwischen künstlerischen Experimenten und deren praktischer Realisierung. Der am Bauhaus entstandene funktional-nüchterne Stil revolutioniert Architektur und Design. Aus politischen Gründen muss das Bauhaus 1924 in Weimar seinen Betrieb einstellen. Es wird im folgenden Jahr in Dessau neu gegründet, 1932 findet die Arbeit jedoch auch dort ihr Ende. Nach einer kurzen Zeit als private Einrichtung in Berlin, löst sich das Bauhaus 1933 auf.
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Bille, Familie

Die deutsche Marionettenspielerfamilie Bille gilt als älteste noch aktive Puppenspielerfamilie Deutschlands, deren Angehörige heute in sechster bis achter Generation als Puppenspieler tätig sind. Stammvater war der Komödiant Johann Bernhard Bille (1748-1822). Die Billes sind heute mit fast allen mitteldeutschen Marionettenspielerfamilien verwandt und verschwägert.

Lars Rebehn

Bibliogaphie: Bille, Kurt: Chronik der Marionettenspieler aus Sachsen mit geschichtlichem Überblick. Hameln, 1994.
Bildnachweis: Marionettenkasper der Familie Bille, 19. Jh., Höhe 110 cm, Bildvorlage: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Puppentheatersammlung
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Böcklin, Carlo

Böcklin, Carlo (1870 Basel/Schweiz – 1934 Sam Domenico di Fiesole/Italien), Maler, Architekt und Graphiker, ist im deutschsprachigen Raum vor allem als Kopist der Werke seines (u.a. duch das Gemälde „Toteninsel“) berühmten Vaters Arnold Böcklin bekannt. Die 1911 in vier Bänden erschienenen „Kasperl-Bilder-Bücher“ von Carlo Böcklin und Beate Bonus (Text) enthalten leicht nachspielbare Geschichten, bei denen der Einfluss der Dramaturgie des Jahrmarktskaspertheaters ebenso zu erkennen ist wie die – dessen Derbheiten abmildernde – künstlerische Handschrift Böcklins.
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Brann, Paul

Der Regisseur Paul Brann (1873 Oels – 1955 Oxford/Großbritannien) gründete 1905 unter dem Einfluss des Münchner Jugendstils das „Marionettentheater Münchner Künstler“. Er gilt als der Begründer und erste Regisseur des Künstlerischen Marionettentheaters in Deutschland. Seinen weltweiten Ruf und die Ausstrahlungskraft seiner Theaterarbeit auf andere Bühnengründungen im In- und Ausland verdankte er vor allem der Mitarbeit bedeutender bildender Künstler als Ausstatter und Puppengestalter (unter anderen Ignatius Taschner, Jakob Bradl, Josef Wackerle, Leo Pasetti, Ernst Stern, Olaf Gulbransson), aber auch einem für das Marionettentheater völlig neuartigen literarisch und musikalisch orientierten Spielplan mit Stücken von beispielsweise Pocci, Molière, Maeterlinck, Schnitzler sowie Opern und Singspielen von Gluck, Offenbach und Mozart.
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Bross, Fritz Herbert

Fritz Herbert Bross (1910 – 1976), Puppenbauer, Diplom Ingenieur, war von 1958 – 1967 Leiter des Seminars für Marionettenbau und -führung am Deutschen Institut für Puppenspiel in Bochum. Danach übernahm er die künstlerische Leitung von „Gerhards Marionetten“ in Schwäbisch Hall. Bross hatte nach dem Krieg seine erfolgreiche Karriere als Diplom Ingenieur abgebrochen, um sich ausschließlich dem Marionettenbau und der Erschaffung von Theaterpuppen zu widmen. Dabei konnte er seine technische Ausbildung ebenso nutzen wie sein nebenberuflich betriebenes Studium der Kunstgeschichte. 
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Büttner, Walter

Der Solo-Handpuppenspieler (Wasserleben 1907 – Maschen 1990), auch bekannt als “Der Heidekasper”, zeigte mit 15 Jahren sein erstes Jahrmarktskasperspiel (Kasper) auf der Bühne seines Vaters August Büttner. Ab 1926 reiste er als selbstständiger Puppenspieler durch Norddeutschland und lebte in einfachsten Verhältnissen. Die Nationalsozialisten belegten ihn 1933 wegen seiner politischen Haltung mit Berufsverbot. 1946, nach Kriegsdienst und amerikanischer Gefangenschaft, verband er den Neuanfang mit einer Orientierung hin zum künstlerischen Handpuppenspiel. Er arbeitete ab 1954 auch für das Fernsehen und gab Seminare.