Online-Lexikon

Werdin, Christian

Der deutsche Puppen- und Bühnenbauer und Bildhauer wurde 1953 in Lieberose/DDR geboren. Nach ersten Ausstattungen am Puppentheater Neubrandenburg (u.a. „Vom Fischer un syner Fru“, 1978) arbeitete er seit 1979 als freier Ausstatter für Puppentheater, Theater und Fernsehen. Werdin verbindet altmeisterlich-plastische Präzision bildnerischer Arbeit und Skurrilität der Einfälle mit einem hohen Maß an technischer Funktionalität in unverwechselbarer künstlerischer Handschrift. Er war Mitbegründer und Ausstatter des Theaters Zinnober und des Theaters o.N. (u.a. „Die Jäger des verlorenen Verstandes“, 1982). 
Arbeiten für andere Theater: „Die Paradiesinsel“ (Fernsehen der DDR, 1987), „Hänsel und Gretel“ (Therese Thomaschke, 1989), „Seltsame Schleifen“ (Jochen Menzel, 1990), „Der Bischof von China“, (Waidspeicher Erfurt, 2004), „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen, 2010). Ab 1987 unterrichtete er Puppengestaltung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Werdin prägte maßgeblich die Szenografie der DDR und gab Impulse für den Aufschwung der deutschen Szenografie nach 1989. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland (u.a. Berlin, Prag, Paris, Nowi Sad).

Hartmut Mechtel  (2004)