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Deutsches Institut für Puppenspiel (DIP)

Gegründet wurde das DIP 1950 in Bochum vom „Deutschen Bund für Puppenspiel“ und dem „Berufsverband deutscher Puppenspieler“ als ein Ort für Ausbildung, Forschung und Werbung auf dem Gebiet des Puppenspiels. Mit-Initiator und langjähriger Leiter des DIP war der Theaterwissenschaftler Fritz Wortelmann (1902 – 1976). Das Institut bot Lehrveranstaltungen an und publizierte eine Fachzeitschrift („Der Puppenspieler“, später „Figurentheater“). 1958 begann das DIP mit der Herausgabe der monographischen Reihe „Meister des Puppenspiels“ und der Durchführung eines internationalen Festivals gleichen Namens in Bochum, das 1972 in „Figurentheater der Nationen“ umbenannt wurde und bis heute existiert. Aus den Lehrgängen des DIP (Dozenten u.a. Fritz Herbert Bross, Dieter Kieselstein, Oskar Paul) entstand das Figurentheater-Kolleg.
Das Kolleg wurde staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte, kurz nachdem 1976 Dr. Jürgen Klünder die Leitung des DIP übernommen hatte. Während seiner Tätigkeit als Direktor bis 1991 trieb Klünder den öffentlichen Diskurs über das Figurentheater vehement voran, gab die Reihe „Puppenspielkundliche Quellen und Forschungen“ heraus und erschloss der Sparte ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten. 1991 beendete das DIP seine Arbeit. Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst

Anke Meyer

Bildnachweis: Programmheft zum Festival „Meister des Puppenspiels“ © dfp