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Online-Lexikon

Geisselbrecht, Johann Georg

Der deutsche Marionettenspieler wurde am 23.11.1762 geboren, sein Todesdatum ist nicht bekannt. Geisselbrecht war Sohn eines Schuhmachermeisters in Hanau und zählte zu den bedeutendsten Marionettenspielern seiner Zeit. Sein trockener Humor, den er auch in die Figur des Kaspers einfließen ließ, und die Literarisierung seines Spielplanes nach 1800 heben ihn weit über alle seine Kollegen. Sein auch in Manuskripten überliefertes Repertoire bestand u.a. aus zahlreichen Schauspielen der Wanderkomödianten des 17. Jahrhunderts und des Wiener Volkstheaters des 18. Jahrhunderts. Zwischen 1790 und 1826 bereiste er ganz Deutschland, das Baltikum, die Schweiz und Dänemark. Er spielte an den Höfen von Baden, Preußen, Mecklenburg-Schwerin und Dänemark. Neben gekrönten Häuptern gehörten auch Dichter und Politiker wie Goethe, Brentano und Wilhelm von Humboldt zu seinem Publikum. 
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Gerhards, Fritz

Die Arbeit von Fritz Gerhards (1898 Witten a.d. Ruhr – 1955 Schwäbisch-Hall) für das Marionettentheater war beeinflusst von seiner Ausbildung als Schauspieler am Düsseldorfer Schauspielhaus und stand im Zeichen einer Märchen- und Sagenrezeption, wie sie in Deutschland von Vertretern einer reformierten dramatischen Kinderliteratur zwischen Jahrhundertwende und Erstem Weltkrieg hervorgebracht worden war. Seine Inszenierungen ab 1925 am eigenen Haus in Wuppertal-Elberfeld erprobten die vom Stoff bedingte Konzentration der Darstellungsmittel, um ein organisches Abbild des symbolisch-schicksalhaften Potenzials der Dichtungen herauszuarbeiten.
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Griebel, Otto

Griebel, Otto (1895 Meerane - 1972 Dresden/DDR), Maler. Griebel war in den 1920er Jahren einer der wichtigsten Vertreter der proletarisch-revolutionären Kunst, Mitbegründer der KPD-nahen „Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands“ und der "Neuen Dresdner Sezession". 1920 gründete Griebel in Dresden gemeinsam mit dem Musiker Otto Kunze ein Handpuppentheater, zu dessen Repertoire unter anderem ein Puppenkabarett, eine Faust-Bearbeitung und eine Wagner-Bearbeitung mit dem Titel „Der Lohntütengrien“ zählte. Neben der politischen Satire wurde dort auch der Nonsense gepflegt, für den Griebel als ehemaliges Mitglied der DADA-Gruppe eine Affinität besaß. 
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Griesbach, Astrid

Ausgebildet wurde die deutsche Regisseurin Astrid Griesbach (* 1956 Meiningen/DDR) an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in den Fachbereichen Puppenspielkunst (1980–83) und Regie (1988–92). Erste Bühnenerfahrungen als Puppenspielerin von 1983 bis 1988 an den Bühnen der Stadt Gera. 1992 wurde sie Künstlerische Leiterin am „Theater des Lachens“ in Frankfurt/Oder. Aus diesem Theater entwickelte sie 1999 ein freies Ensemble und siedelte mit ihm nach Berlin über. Griesbachs Regiestil gründet in den Traditionen des Volkstheaters – der Commedia dell‘arte, dem Grand Guignol – und den Theorien des russischen Regisseurs Alexander Tairow.