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Figurentheater Wilde & Vogel

Das freie Tourneetheater mit Sitz in Stuttgart (Deutschland) wurde 1997 von dem Puppenspieler Michael Vogel (*1970) und der Musikerin Charlotte Wilde (*1971) gegründet. Vogel absolvierte 1992 ein Praktikum beim Spejbl & Hurvinek-Theater Prag und 1994–97 den Studiengang Figurentheater Stuttgart unter Albrecht Roser, wo er seit 1998 selbst lehrt. Mit Stücken für Kinder und Erwachsene gastieren W. & V. seit 1997 in über 30 Ländern in Europa, Amerika und Asien. Wegweisend war „Exit. Eine Hamletfantasie“ (1997). Charakteristisch ist nicht Werktreue sondern freie assoziative Erzählweise. So auch bei „Toccata. Ein Nachtstück über Robert Schumann“ (2000). 
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Figurentheater-Kolleg Bochum

Das Figurentheater-Kolleg ist seit 1977 als Einrichtung der Weiterbildung staatlich anerkannt (Träger: bis 1991 Deutsches Institut für Puppenspiel; ab 1991 Verein zur Förderung des Figurentheater-Kollegs, Bochum) und seit dem 30.06.2010 zertifiziert durch den Gütesiegelverbund Weiterbildung. Es richtet sich mit seiner Abschlussbezogenen Bildung Figurentheater (Figurenbau und -spiel, Dramaturgie, Regie, Marketing etc.) an Menschen, die Puppenspieler werden wollen und mit bestimmten Themen auch an Berufspuppenspieler. Ein Zertifikat dokumentiert nach Besuch von 50 Kursen und erfolgreicher Abschlussprüfung die Teilnahme. Auch die Belegung von Einzelkursen ist möglich.
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FITZ! Zentrum für Figurentheater (bis 2003 FITS Figurentheater Stuttgart)

Bereits in den 60er Jahren war Stuttgart die Heimat zahlreicher Figurentheaterensembles mit verschiedenen Spielstätten. 1983 entstand mit dem Stuttgarter Puppen- und Figurentheater (FITS) ein bundesweit einmaliger, fester Spielort für diese Theatersparte. Zeitgleich wurde an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst der Studiengang Figurentheater eingerichtet, dessen Absolventen heute etwa zwei Drittel des Spielbetriebs bestreiten. Beide Institutionen wurden wesentlich durch die Aktivität des Stuttgarter Puppenspielers Albrecht Roser geprägt.

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Fliegendes Theater

Das Theater wurde 1978 unter der Leitung von Rudolf Schmid in Berlin gegründet. Im Schwerpunkt inszeniert es für Kinder, inhaltlich orientiert an den Wertvorstellungen emanzipatorischer Erziehung („Geschichten vom Hallodu“ 1985); seit 1986 auch Inszenierungen für Erwachsene. Das Theater hat die Entwicklungstendenz vom traditionellen Puppentheater zur multimedialen Performance („Anne Frank“, 2003) mitgestaltet. In der 1982 eingerichteten Spielstätte wurden Experimente und die Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Provenienz in komplexerer Form möglich. 
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Fundus Theater

Gegründet 1980 von Sylvia Deinert und Tine Krieg, mit der Intention, die Wechselwirkungen zwischen ästhetischen Möglichkeiten des Figurentheaters und den Wahrnehmungsweisen von Kindern auszuloten. In ganz Deutschland bekannt wurden sie mit dem 1984 entstandenen „Familienalbum“, einem als Fabel inszenierten Stück über sexuellen Missbrauch von Kindern. Nach langjähriger erfolgreicher Tourneetätigkeit bezog das Fundus Theater 1993 ein eigenes Haus in Hamburg. Die Produktionen entstehen dort in intensivem Austausch mit dem Kinderpublikum. Basis dafür bilden langfristig angelegte und sorgfältig ausgewertete theaterpädagogische Projekte.

Anke Meyer (2004)

Bildnachweis: „Familienalbum“, Foto: Hanno Krieg