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Online-Lexikon

A bis Z – Die deutsche Online-Enzyklopädie

Das Online-Lexikon des deutschen Puppen- und Figurentheaters befindet sich im Aufbau. Den Grundstock legen Autoren-Texte für die  »Encyclopédie Mondiale des Arts de la Marionnette« der Union Internationale de la Marionnette, die 2004 redaktionell abgeschlossen wurde. Die auf Französisch erschienenen Einträge zum Puppentheater in Deutschland veröffentlichen wir in Kooperation mit der UNIMA hier nun auf Deutsch, in meist unverändertem Wortlaut, nur im Einzelfall mit geringen Korrekturen versehen.

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Apel, Familie

Zum Grundbestand des Theaters der deutschen Marionettenspielerfamilie Apel gehörte der Theaterfundus von Franz Finzenz Lorgie und Heinrich Rau. Damit reichen die Traditionen dieses Theater zurück bis zur Wende des 18. zum 19. Jahrhundert. Das Apelsche Marionettentheater wurde 1878 von Albert Apel (1847-1905) gegründet. Seit 1892 spielte die Familie Apel zum Teil auch in eigenen stationären Theatern in Dresden. Während Albert Apel das überlieferte Repertoire pflegte, schrieb sein Sohn Heinrich (1875-1920) viele seiner Stücke selbst. Dabei griff er bekannte regionale Sagen ebenso auf wie aktuelles regionales Zeitgeschehen. 
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Arndt, Friedrich

Der deutsche Puppenspieler, Regisseur und Drehbuchautor Friedrich Arndt (1905 Hamburg – 1985 Hamburg) betätigte sich bereits ab 1922, während seiner kaufmännischen Ausbildung, als Laienpuppenspieler. Ab Ende der 1920er Jahre organisierte er das Kultur- und Jugendprogramm einer Gewerkschaft und blieb dabei dem Puppenspiel treu. 1943 bis 1945 gab Arndt im Rahmen der Truppenbetreuung Puppenspiellehrgänge für Soldaten. Dabei entstand 1944 ein enger Kontakt zu Max Jacob. Nach Kriegsende 1945 wurde Arndt mit Eintritt in Max Jacobs Hohnsteiner Puppenbühne Berufspuppenspieler. 1949 gründete er seine eigene Hohnsteiner Puppenbühne, die zunächst hauptsächlich Stücke im niederdeutschen Dialekt spielte. Diese Bühne bestand in wechselnder Besetzung bis 1970. Anschließend konzentrierte sich Arndt auf Lehrgänge, das Fernsehen und Regiearbeiten.
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Augsburger Puppenkiste

Das Marionettentheater wurde 1948 von den Schauspielern Walter Oehmichen (1901-1974) und seiner Frau Rose (1901-1985) mit einer ständigen Spielstätte im historischen Gebäude des Heilig-Geist-Spitals in Augsburg (Deutschland) gegründet und spielt seitdem an diesem Ort ein umfangreiches Kinder- und Erwachsenenrepertoire im Ensemblebetrieb. Die Bezeichnung der Bühne geht auf eine bereits 1943 gefundene Bühnenform zurück, die als einfache Kiste mit sich zum Publikum öffnender 2-teiliger Seitenwand gedacht war. Als Hausautor, Dramaturg und Regisseur prägte Manfred Jenning (1929-1979) den Erfolg dieser Bühne wesentlich mit.