Theater Junge Generation bezieht Kraftwerk Mitte

09. Dezember 2016

Deutschlands größtes Kinder- und Jugendtheater verlässt nach rund 67 Jahren Nachkriegsprovisorium.

Nach rund 67 Jahren im Nachkriegsprovisorium bezieht das größte Kinder- und Jugendtheater der Republik ein neues Haus im Kraftwerk Mitte, im Herzen Dresdens. Die bewusste Entscheidung dafür bietet dem Haus, seinem Publikum und der Stadt eine langfristige Perspektive.

Der feierlichen Eröffnungsgala für das Theater Junge Generation (tjg) und die Staatsoperette Dresden am 16.12. auf den Fuß folgend, starten auf den drei tjg.-Bühnen insgesamt sieben Premieren am 17. und 18. Dezember.

 

Hintergrund:
Das Kraftwerk Mitte wird die neue Heimat für zwei Dresdner Kultureinrichtungen mit großer Tradition. Sowohl das Theater Junge Generation als auch die Staatsoperette Dresden verlassen ihre Standorte am Rande der Stadt und bilden das Herzstück des alten Kraftwerksgeländes in der Dresdner Innenstadt. Beide städtischen Einrichtungen mussten in den vergangenen Jahrzehnten mit zahlreichen Provisorien leben und auf notwendige Investitionen verzichten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Operette haben dabei für die heutige Investition sogar auf Teile ihres Gehaltes verzichtet.

Doch nicht nur für die Kulturlandschaft in Dresden ist das Kraftwerk ein Meilenstein. Mit rund 100 Millionen Euro Baukosten gehört es zu den größten städtischen Investitionen der vergangenen Jahrzehnte. Insofern ist die Eröffnung des Gebäudes weit mehr, als nur die Eröffnung eines oder mehrerer Theater. Das Kraftwerk Mitte symbolisiert, neben der Sanierung des Kulturpalastes, den außergewöhnlichen Stellenwert, den Kultur in der Stadt genießt und auch für künftige Generationen genießen soll. Zwischen der Innenstadt und der Friedrichstadt soll in den kommenden Jahren ein neues pulsierendes Zentrum Dresdens entstehen, ein „Kulturcampus“ der alle Altersgruppen anspricht und viel mehr ist, als ein Theater oder eine Bühne.

Die Eröffnung beider Bühnen soll ein Fingerzeig in die künftige vielfältige Nutzung des Hauses und des gesamten Areals sein. Erstens: Die Stadt übergibt eine riesige Investition an ihre künftigen Nutzer, die sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet haben und auch auf verschiedensten Ebenen für diesen Tag Verzicht leisten mussten. Zweitens: Die Stadt übergibt diese riesige Investition auch der Dresdner Bürgerschaft. Ohne eine kulturbegeisterte Bevölkerung, sensible politische Entscheidungsträger und einer leistungsfähigen Verwaltung wäre dieser Tag nicht möglich.

Der Eröffnungstag wird sich deshalb auch in zwei Abschnitte unterteilen: Die Übergabe an die künftigen Nutzer und die Übergabe an die Bürgerinnen und Bürger. Eine besondere Rolle sollen dabei die „Gastgeschenke“ anderer Kultureinrichtungen aus Dresden und der Region spielen. Wie zu jeder guten „Einweihungsparty“ kommen die Geschenke nicht von den Gastgebern, sondern von den Gästen. Verschiedenste Kultureinrichtungen bereichern den ersten Abend im Kraftwerk Mitte mit kurzen Gastbeiträgen, musikalischen Einlagen und vielem mehr.

Am Abend sollen neben den 700 geladenen Gästen weitere Gäste Zugang zum Haus haben. Auf allen Bühnen des Hauses werden kurze künstlerische Darbietungen beider Ensembles erfolgen. Die Besucher sollen das Haus kennenlernen, die Türen zu den einzelnen Bühnen bleiben immer geöffnet (für den Saal der Operette natürlich nach dem abendlichen Festakt), auch das Foyer wird in das Konzept einbezogen. Führungen durch das Haus ergänzen das künstlerische Programm.

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