Puppen gehören nicht mehr zum Theater Plauen-Zwickau

12. Juli 2016

Ab August wird die Ex-Sparte des Theaters Plauen-Zwickau als eigenständige gGmbH geführt.

Nach langen Diskussionen hatte im März der Stadtrat in Zwickau entschieden, die kleinste Sparte aus dem Theater herauszulösen und sie eigenständig als Tochter der stadteigenen Firma "Kultour Z". weiterzuführen.

"Es ist richtig, dass das Puppentheater ab dem 1. August 2016 als eigenständiges Theater fungieren wird", bestätigte Kultour-Z-Geschäftsführer Jürgen Flemming gegenüber Fidena.de und führte weiter aus: "Die offizielle Bezeichnung wird sein: Puppentheater Zwickau gGmbH. Also eine völlig eigenständige GmbH." Die Kultour Z fungiere als hundertprotzentige Muttergesellschaft.

Der ausschlaggebende Grund für die Ausgliederung des Theaters war die Tatsache, dass das gemeinsame Theater von Plauen und Zwickau ansonsten finanziell in Schieflage geraten wäre. Die Stadt Zwickau fördert das traditionsreiche Puppentheater nun jährlich mit einem Zuschuss von bis zu 600.000 Euro.

Die unter der Geschäftsführung der Kultour Z stehende Puppenbühne soll mithilfe von Kooperationsverträgen Zusammenarbeiten mit anderen Sparten des Zwickauer Theater eingehen können. Und auch in Plauen, so die Idee des Stadtrats, könnte das Puppentheater weiter präsent sein: durch Gastspiele.

Wer die Rolle der ehemaligen Direktorin Annette Gleichmann übernimmt und die Stellen der Puppenspieler besetzt, die ihre Verträge ebenfalls nicht verlängert haben, will die Kultur Z erst im August verkünden.

Max Florian Kühlem

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