Vorgestellt: Das Theater Fadenschein in Braunschweig

02. Dezember 2019

Alba und Hanne Scharnhorst sowie Miriam Paul stellen ihr Haus vor

Das Theater Fadenschein befindet sich im Gebäude einer ehemligen Konservenfabrik in Braunschweig und zeigt sowohl Eigenproduktionen als auch Gastspiele für Jung und Alt. Im Rahmen theaterpädagogischer Angebote kann man Figurentheater selbst erlernen. Zudem richtet das Theater Fadenschein das Internationale Festival mit Figuren WEITBLICK aus. Wir haben Alba und Hanne Scharnhorst sowie Miriam Paul einige Fragen zu ihrer Arbeit gestellt.

 

Habt Ihr eine Lieblingsfigur und wenn ja, was macht diese aus?

Besonders reizvoll finden wir Figuren, die der Spielerin charakterlich scheinbar zunächst nicht ähneln sowie abstrakte Figuren oder Objekte, zum Beispiel ein Fächer, der zu einem Baum wird.

Das Festival WEITBLICK kuratiert Ihr zu dritt. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus?

Wenn sich unterschiedliche Expertisen und Blickwinkel zusammenschließen, entsteht daraus potenzierte Kraft und ein vielfältiges Programm. Die Zuständigkeiten und Leidenschaften haben sich auf unterschiedliche Bereiche verteilt: Hanne Scharnhorst wählte vor allem für die Liebhaber*innen des Figurenspiels in Braunschweig aus, Miriam Paul entwickelte ein umfangreiches Rahmenprogramm zum Austausch und Selbermachen und Alba Scharnhorst wählte Stücke, die verschiedene Genres wie Tanz, Performance und Figurentheater miteinander verbinden.

Zusätzlich habt Ihr auch kulinarische Angebote, wie zum Beispiel „Pizza und Theater.“ Was macht Ihr da genau und wie seid Ihr auf die Verbindung von Theater und Kulinarik gekommen?

Die Idee entstand im Zusammenhang mit dem Erwachsenenstück „Der Imbisskrieg“, in dem es um den Kampf der Geschmäcker zwischen Wurst und Döner geht. Inzwischen hat sich das Format „Augenschmaus“ zu einem gemeinsamen und geselligen Erlebnis von Zuschauenden und Spielenden entwickelt. „Pizza und Theater“ ist das Pendant, bei dem Eltern mit ihren größeren Kindern zum künstlerisch-kulinarischen Gemeinschaftserlebnis eingeladen sind.

Frage von Ruth Brockhausen vom Theater der Nacht: Wie organisiert Ihr den Generationenwechsel im Haus?

Der Generationswechsel wurde langfristig mit allen Beteiligten geplant, professionell begleitet und generationsübergreifende Projekte wurden in einer Übergangszeit gemeinsam realisiert. Eine zeitliche Überschneidung und gemeinsame Arbeitsprozesse für eine fließende Übergabe wurden zusammen geplant und auch über den Wechsel hinaus gemeinsam gedacht und umgesetzt wird. Die gemeinsamen künstlerischen Schnittmengen waren Voraussetzungen für die weiteren organisatorischen Planungen.

Wie lautet Eure Frage an das Figurentheater Christiane Weidringer aus Erfurt, die wir als nächstes vorstellen werden?

Gibt es ein bisher noch unerfülltes Wunschprojekt?

 

Vielen Dank Euch dreien für das Kurzinterview.

 

 

Foto oben: Klaus G. Kohn

 

 

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