32. Pole Poppenspäler Tage in Husum

04. September 2015

Das Festival widmet sich dieses Jahr den Hohnsteiner Puppenspielen.

Zum 32. Mal führt in Husum ehrenamtliches Engagement in die fantastische Welt des Figurentheaters. Traditionell stehen bei den Pole Poppenspäler Tagen deutsche Märchen und Kinderbücher ebenso auf dem Programm wie die Auseinandersetzung mit der Geschichte von 1933 – 1945 in „Herrmann geht nach Engelland“.

Doch widmet das Festival dieses Jahr vom 18. bis 27. September den weltberühmten „Hohnsteiner Puppenspielen“ breiten Raum. Ausgangspunkt ist der 100. Geburtstag des Holzbildhauers Till de Kock, der vorwiegend im Hohnsteiner Schnitzstil arbeitete. Seine Geschöpfe kehren u.a. für eine Faustaufführung des Hohenloher Figurentheaters exklusiv aus dem Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach auf die Bühne zurück. Die Vorstellung der neu erschienen Monographie über Till de Kock gehört ebenso zum Programm wie eine heitere, multimediale Betrachtung, die drei Experten über „Die Hohnsteiner“ anstellen. Am letzten Festivaltag rundet ein typisches Hohnsteiner Spiel mit historischen Figuren auf einer nachgebauten Bühne in deren Stil das Programm ab.

Der internationale Teil dieses Festivals führt literarisch und künstlerisch nach Finnland, Griechenland, Russland, Estland, Dänemark, Schweden, Holland, Spanien, England und in die Schweiz. Dafür haben wir Bühnen aus den Niederlanden, Griechenland, Österreich und Deutschland engagiert. Den Anfang macht der Bestseller des finnischen Schriftstellers Arto Paasilinna „Der wunderbare Massenselbstmord“, gefolgt von „Feen, Hexen, Elfen und Wichteln“, in deren Welt sich die Schweizer Puppenspielerin Therese Keller zu Haus fühlte. Erotokritos“, ein Versepos des kretischen Dichters Vincent Kornaros, führt in die höfische Welt des 17. Jh.‘s, babelart zeigen „Die Comedia der Nase“ nach Motiven des russischen Autors Nicolai Gogol und mit „Der Koch, eine Wurst und das verrückte Huhn“ drei estnischen Märchen. Der Märchenreigen wird fortgesetzt mit zwei Geschichten aus der Feder des Dänen Hans-Christian Andersen. „Guten Tag, wo ist mein Fuß“ widmet sich dem Werk des spanischen Künstlers Joan Miró und setzt damit unsere Künstlerreihe fort, die im vergangenen Jahr Leben und Werk Maria Sybilla Merians thematisierte.
 
Darüber hinaus freuen sich die Veranstalter, dass sie mit Damiet van Dalsum eine international anerkannte niederländische Künstlerin für ein Spiel und für unsere Reihe „Puppenspieler stellen sich vor“ verpflichten konnten. Schweden ist durch „Meine Mamma Muh“ nach den Büchern von Jujja Wieslander vertreten, England durch den „Grüffelo“ von Julia Donaldson und durch „Hamlet“ nach William Shakespeare in einer Wiederaufnahme der Kieler Bühne Marc Schnittger.
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