Über 20.000 Besucher beim 20. Figurentheaterfestival

29. Mai 2017

Am Sonntag, 28. Mai, ging das Jubiläum in Erlangen, Nürnberg, Fürth und Schwabach zu Ende.

Am Sonntagabend, 28. Mai, ging das 20. internationale Figurentheaterfestival Erlangen, Nürnberg, Fürth und Schwabach zu Ende. Zehn Tage lang präsentierten 71 Ensembles und Künstler aus 21 Ländern in 150 Veranstaltungen 192 Stunden lang zeitgenössisches Figuren-, Bilder- und Objekttheater in seiner ganzen Bandbreite – vom Puppenspiel über zeitgenössischen Tanz bis zur Performance-Kunst. Wie kaum eine andere Veranstaltung in Europa spiegelt das Festival die Innovationskraft dieses „Anderen Theaters“ wider und erreicht damit immer wieder neue, für Experimente offene Besucherkreise. In diesem Jahr kamen über 20.000 Besucherinnen und Besucher zu den 25 regelmäßig ausverkauften Veranstaltungsorten im Städtegroßraum.

Die 20. Ausgabe bewies einmal mehr, dass sich rund um Figuren, Bilder und Objekte eine eigenständige Theatersparte entwickelt hat, die in großer inhaltlicher und formaler Vielfalt breite Besucherkreise begeistern und für anspruchsvolle Stoffe und herausfordernde Ästhetik gewinnen kann. Mit Philippe Quesne, Liquid Loft, der Needcompany, Gisèle Vienne und Antje Pfundtner, Pieter Ampe, Miet Warlop und Kate McIntosh wurden wesentliche Positionen zeitgenössischer Bühnenkunst präsentiert. Gleichzeitig feierte das Publikum die Großmeister des klassischen Figurentheaters wie Neville Tranter, der in seiner Uraufführung von „Babylon“ das Flüchtlingsdrama als bitterböse Komödie auf die Bühne brachte, Yeung Faï, der sich mit der Geschichte und Identität Taiwans beschäftigte oder das amerikanische Sandglass Theater, das sich auf einfühlsame Weise dem Thema Demenz näherte. Klassisch in der Wahl der Mittel, zeitgenössisch in der Konzeption, folgen den Altmeistern jüngere Künstler – wie zum Beispiel Ariel Doron, Renaud Herbin, Ulrike Quade und der vielfach gefeierte Nikolaus Habjan – die antreten, das Figurentheater zu erneuern.

Mediales Fortschreiten und performative Experimente auf der einen Seite, Besinnung auf die faszinierenden Möglichkeiten des Puppenspiels auf der anderen, prägten die diesjährige Festival-Ausgabe und lassen die Veranstalter zuversichtlich und neugierig in die Zukunft blicken. Der große Publikumserfolg stellt die Organisatoren jedoch vor eine weitere Herausforderung: die Frage nach ausreichend geeigneten Spielorten, vor allem in Nürnberg, wo 2019 durch die Generalsanierung des Künstlerhauses ein kompletter Spielort wegfällt. Das 21. internationale Figurentheaterfestival wird vom 24. Mai bis zum 2. Juni 2019 stattfinden.

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