Unima zur Verfolgung spanischer Puppenspieler

07. März 2016

Institution weist die strafrechtliche Verfolgung als Verletzung der Meinungsfreiheit zurück

Die UNIMA Deutschland und der Verband Deutscher Puppentheater e.V. weisen die strafrechtliche Verfolgung der Puppenspieler der Gruppe „Titeres desde Abajo“ als Verletzung der Kunst- und Meinungsfreiheit zurück:

"Die Puppenspieler Raúl García Pérez und Alfonso Lazaro de la Fuente haben während der Karnevalsfeierlichkeiten „Die Hexe und Don Christobal“ im Madrider Stadtteil Tetuan aufgeführt.

Theaterstücke wie „Die Hexe und Don Christobal“ gehören wie „Punch and Judy“ in England, „Kasper und Grete“ in Deutschland traditionellerweise seit hunderten von Jahren zu satirischen kabarettistischen Aufführungen, die auf Jahrmärkten von Puppenspielern aufgeführt wurden und werden. Die Charaktere, die in diesen Aufführungen gespielt werden, gehören zum kulturellen Erbe der jeweiligen Länder. Auch die ironisch-satirische Spielweise ist Teil dieser Tradition.

Wir sehen die satirische Spielweise unserer Kollegen von der Kunstfreiheit geschützt.

Das Interesse der UNIMA Deutschland und des Verbandes Deutscher Puppentheater ist es, Kunst als Medium des Austausches und der Verständigung zu begreifen, das den Frieden in und unter den Staaten zum Ziel hat.

Aus diesem Grund schließen wir uns der Forderung an, die Aufführung unserer Kollegen Raúl García Pérez und Alfonso Lazaro de la Fuente nicht als Straftat zu verfolgen und damit auch unverzüglich die beschlagnahmten Figuren zurückzugeben."

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