Papiertheatermuseum im Hanauer Schloss Philippsruhe

Das Papiertheatermuseum wurde im Januar 1990 aus den Beständen der Hanauer Sammler Helmut Wurz und Dietger Dröse eröffnet und steht unter der Leitung des Vereins Forum Papiertheater e.V. Das Museum bietet einen historischen Blick auf das europäische Papiertheater des 19. Jahrhunderts und versteht sich mit der Durchführung von Sonderausstellungen und Aufführungen als ein ‚lebendiges’ Haus. In der Dauerausstellung werden zirka 20 repräsentative Bühnenaufbauten und 100 Figuren- und Kulissenbogen gezeigt. Glanzstück der Sammlung ist das Theater der Frankfurter Maler- und Industriellenfamilie Engelhard/Rumpf aus dem Jahr 1858. Das Aufführungsrepertoire setzt sich zusammen aus einer Tannhäuser-Parodie nach Nestroy/Binder, der Hindemith-Oper „Das Nusch-Nuschi“ sowie Inszenierungen für Kinder. Die Sonderausstellungen widmeten sich unter anderem dem Sammler Walter Röhler, der Mandl-Bogen Herstellerfirma M. Tretsensky/Wien und dem Thema „Gärten, Park und Landschaft“ im Papiertheater.

Dietger Dröse (2004)
Bibliographie: Kataloge zur Dauerausstellung und zu den Sonderausstellungen des Museums