Fritz Wortelmann-Puppensammlung

Fritz-Wortelmann-Puppensammlung

Der Theaterwissenschaftler Fritz Wortelmann (1902-1976), Mitbegründer des DIP (Deutsches Institut für Puppenspiel) und Gründer des Festivals FIDENA begegnete während seiner langjährigen Arbeit vielen unterschiedlichen Figurenspieler*innen aus dem In- und Ausland. Sie schenkten ihm Figuren aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen oder er erwarb sie auf einer seiner vielen Reisen. So entstand die heutige Fritz-Wortelmann-Sammlung, die wir hier durch eine exemplarische Auswahl von Figuren vorstellen möchten.

 

Fotos: Simon Baucks

Lore Lafin
 

Vier Handpuppen der Puppengestalterin Lore Lafin

Die Puppengestalterin Lore Lafin (1903-1999) entwarf Figuren u.a. für Rudolf Fischer und Fritz Leese. Hautsächlich arbeitete sie für den kunstgewerblichen Handel. Für ihre Köpfe arbeitete sie mit den Materialien Pappmaché oder Holzmehl und Binderzusatz. Nach ihrer Flucht Anfang 1945 aus Westpreussen lebte und wirkte sie im Oldenburger Land.

In der Fritz Wortelmann-Sammlung befinden sich vier Handpuppen. Die Figuren besitzen einen sehr starken Ausdruck, der besonders von den eigenwilligen Augenpartien ausgeht. Astrid Füllbier vermutet den Einfluss von Harro Siegel in den Arbeiten von Lore Lafin wieder zu erkennen.

Seta Guetsoyan

Quellen:

Füllbier, Astrid: Handpuppen- und Marionettentheater in Schleswig-Holstein. 1920-1960, Kieler Kunsthistorische Studien N.F., Bd.3, Ludwig Verlag 2002, S. 284-287

Füllbier, Astrid: Der Figurenbildner Till de Kock eine legende und ihr Umfeld. Museum für PuppentheaterKultur der Stadt Bad Kreuznach, Verlag Puppen und Masken 2015, S.89/90

Riedel, Karl Veit: Puppentheater in Oldenburg. Ein Beitrag zur Geschichte und Kunst des Puppenspiels. Beispiele aus dem Oldenburger Land, Heinz Holzberg Verlag Oldenburg 1982, S.13/14