17. März 2020

Pressekonferenz und Kartenvorverkauf auf unbestimmte Zeit verschoben

 

Liebe Freund*innen des Figurentheaters,

zur Eindämmung des Coronavirus‘ untersagt der Erlass der NRW-Landesregierung nahezu alle kulturellen Veranstaltungen. Deshalb haben wir uns entschlossen, die für den 26. März geplante Pressekonferenz zum Programm der FIDENA 2020 abzusagen. Auch den für diesen Tag geplanten Vorverkaufsstart müssen wir leider bis auf Weiteres verschieben.

Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir Sie umgehend. Bleiben Sie gesund!

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihr FIDENA-Team

FIDENA – Erste Programm-Highlights veröffentlicht

29. Januar 2020

Erstmals kooperiert die FIDENA, die in diesem Jahr vom 19. bis 30. Mai stattfindet, mit den Ruhrfestspielen. Gleich drei Programmhighlights präsentieren beide Festivals gemeinsam in Recklinghausen und Marl.

Nachdem die Ruhrfestspiele ihr Programm bekanntgaben, wird am Freitag, den 31. Januar 2020, auch der Vorverkauf für das Festival beginnen. So sind auch für die Kooperations-Gastspiele bereits ab Ende der Wochen Karten zu haben.

„Olaf Kröck und ich hatten bereits in seiner Bochumer Zeit am Schauspielhaus viele Berührungspunkte. Er hat die FIDENA damals kennen- und schätzen gelernt. Darum lag eine Kooperation nahe und dieser neue Schritt in der Regionalisierung unseres Festivals ist mir eine große Freude.“ 

 

La Valse des Hommelettes

Aus dem französischen Maillet reist der amerikanische Puppenspieler und Regisseur Patrick Sims mit seiner Kompanie Les Antliaclastes ins Ruhrgebiet und zeigt seine Inszenierung La Valse des Hommelettes. In seinem assoziativen Stück für Zuschauer*innen ab 8 Jahren greift Sims Motive aus drei Erzählungen der Brüder Grimm auf und verdichtet sie atmosphärisch. Die archaische Kraft und Bildsprache der Grimmschen Erzählungen fasziniert Patrick Sims seit Langem, in La Valse des Hommelettes erweckt er sie nun zum Leben: Zur Geisterstunde erscheinen Wichtel als schaurig-schöne Kreaturen, um ihren Schabernack mit den Menschen zu treiben. In traumhaften Sequenzen tauschen sie ein schlafendes Baby gegen ein Kuckuckskind, helfen einem armen Schuster und stiften allerhand Durcheinander. Untermalt wird Patrick Sims’ „Wichtel-Walzer“ von einem dichten Klangteppich, der zum Großteil aus Kompositionen von Moondog besteht, dem legendären Musiker, der in den späten 1970ern seinen Weg nach Recklinghausen fand. Umso passender, dass seine Musik nun dort im Festspielzelt erklingt – am 21. Mai um 15 und 18 Uhr sowie am 22. Mai um 19 und 21 Uhr.

 

Der Traum vom Karneval der Tiere

Vom Zusammenspiel aus Musik und Puppen lebt auch Der Traum vom Karneval der Tiere der Theatergruppe Etcétera mit dem Murtra Ensemble aus Granada. Zu den zeitlos schönen Melodien von Camille Saint-Saëns’ „Der Karneval der Tiere“ und Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ hat Regisseur Enrique Lanz ein humorvolles und poetisches Spiel um Fantasie und Fiktion kreiert, das die ganze Familie in seinen Bann zieht. Zunächst meint das Publikum, es säße in einer Orchesterprobe, da springt plötzlich ein kleines Wesen – ein Faun! – aus einem Geigenkoffer. Die Musiker*innen erzählen ihm eine Gute-Nacht-Geschichte, der Faun schläft ein und beginnt zu träumen: von Tieren aus Afrika, Asien und Australien – schwimmende, fliegende, große, kleine, langsame, schnelle und prähistorische Tiere. Er träumt sogar von einem Orchester…. Aufgeführt wird Der Traum vom Karneval der Tiere mit Livemusik und zum Teil überlebensgroßen Tierfiguren für Zuschauer*innen ab 5 Jahren am 23., 24. und 25. Mai, im Theater Marl.  

 

Böhm

Die dritte Produktion, die FIDENA und Ruhrfestspiele gemeinsam einladen, kommt aus Österreich: Im Auftrag des Schauspiel Graz entwickelte der junge Regisseur und Puppenspiel-Star Nikolaus Habjan, der selbst aus Graz stammt, mit dem Autor Paulus Hochgatterer den Soloabend Böhm über den gleichnamigen Grazer Dirigenten. Karl Böhm gilt nicht nur als einer der größten Virtuosen seines Fachs, sondern auch als Beispiel für den dunklen Fleck in der deutsch-österreichischen Geschichte: Einerseits war er ein herausragender Künstler, nutzte jedoch den Nationalsozialismus, um seine Karriere voranzutreiben. Habjans und Hochgatterers Aufführung über Böhm als gottähnlichen Alleinherrscher und selbstherrlichen Despoten setzt sich – sensibel und scharf beobachtend – mit einer komplizierten Biografie auseinander und liefert zugleich eine kluge, ungebrochen aktuelle Analyse des Mitläufertums. Die 2018 für den Nestroy-Theaterpreis nominierte Inszenierung wird am 27. und 28. Mai, jeweils um 20 Uhr, im Theater Marl gezeigt. Im Anschluss an die erste Vorstellung findet ein Nachgespräch mit Nikolaus Habjan und FIDENA-Intendantin Annette Dabs statt.

 

Eintrittskarten für „La Valse des Hommelettes“ und „Der Traum vom Karneval der Tiere“ kosten 16 Euro, ermäßigt 13,50 Euro; für „Böhm“ zwischen 22 und 33 Euro, ermäßigt zwischen 20 und 28 Euro. Sie sind erhältlich über die Kartenstelle und den Online-Vorverkauf der Ruhrfestspiele, weitere Infos sind zu finden auf www.ruhrfestspiele.de/service/karten