FIDENA Kunstcache 2011

1. und 2. Oktober 2011 ganztägig in Bochum
Drei Künstler aus dem Bereich Figurentheater, konzipieren völlig unterschiedliche Parcours durch Bochum. Sie sind geeignet für kleine Gruppen, für Paare und Einzelpersonen und dauern jeweils voraussichtlich 1 - 2 Stunden.

Es geht von außen nach innen oder drunter und drüber. Atmosphären werden geschaffen, Geschichten erzählt und Pfade erschlossen. Wo beginnt das Rätsel und welche Geheimnisse verbergen sich hinter der nächsten Tür? Indizien führen zu Logbüchern, Stimmen verleiten zum Weitergehen - werde ich das Detail wahrnehmen, werde ich über mich hinauswachsen? Ist dieser Wink für mich bestimmt? Bin ich gemeint?


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Cache 1:
»Alice D – a hyperactive trip through Wonderland« von und mit Bruno Pilz
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Mithilfe: Luis McGuire, Anja Malkmus, Sara Hasenbrink.
Jeweils für eine einzelne Person (Jugendliche und Erwachsene). Persönliche Startzeit (zwischen 12 Uhr und 18 Uhr) wird vergeben, Anmeldung erforderlich! Ein Pfand (Ausweis, Führerschein) muss mitgebracht werden.
Dauer: ca. 1 Stunde, Strecke: ca. 3 km

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Cache 2:
»MEMO – Finde das Dings, bekämpfe den Bums!« von F. Feisel** & R. Finder

mit: Sara Hasenbrink, Uli Frank, Yvonne Scheiwe, Christian Schmidt (chickentv) , Florian Feisel und Köpfen von Hagen Tilp
Jeweils für eine einzelne Person (Kinder ab 12 Jahren in Begleitung). Persönliche Startzeit (zwischen 12 und 18 Uhr) wird vergeben, Anmeldung erforderlich!
Dauer: 60 – 90 Minuten, Strecke: ca. 3 km

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Cache 3:
»Klara Blanco – die weißen Puppenschuhe«, von und mit Theater Parzelle _Angelika Hoffmann***, Georg Dierks
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Regie: Bram Wiersma, Filmchen: Moniek Smeets, Dramaturgie: Jutta Seifert, Metall: Barbara Abendroth
Für Jugendliche und Erwachsene (Kinder ab 12 Jahren in Begleitung). Startzeiten (Sa 15 Uhr und 19 Uhr, So 12 Uhr, 16 Uhr und 21 Uhr) werden vergeben, Anmeldung erforderlich! Bitte Sonnenbrille, Stift und Papier mitbringen.
Dauer: ca. zwei Stunden, Strecke: ca. 3 km

("Klara Blanco" wird gefördert im Rahmen von "Internationale Kulturarbeit" durch das nrw-kultursekretariat und durch die Stadt DO-Kulturbüro)


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*Bruno Pilz, geboren 1980 in Berlin, begann seine Suche nach dem Merkwürdigen als Zauberer. Das Spiel mit visuellen Effekten beeinflusst die Ästhetik seiner Arbeiten bis heute. Inspiriert von der Form der Illusion fand er zur Puppenspielkunst und absolvierte sein Studium an der Ernst Busch Hochschule in seiner Heimatstadt. Bereits während des Studiums und verstärkt durch einen Erasmus-Aufenthalt in Tschechien beschäftigte er sich mit Kunst im öffentlichen Raum. Er verlässt immer häufiger den Theaterraum und arbeitet szenografisch mit allem, was er vorfindet. In seinen site-specific-projects wird der Zuschauer zum aktiven Teilnehmer, Pilz verführt sein Publikum dazu, die Rolle des passiven Rezipienten zugunsten eines spannenden Erlebnisses inmitten des Geschehens aufzugeben. Für Bochum hat er sich einen Sounddesigner dazugeholt für einen einzigartigen Audiotrip.

**Florian Feisel, Jahrgang 1972 erhielt seine Schauspielausbildung an der Theaterwerkstatt Mainz e.V. 2003 absolvierte er die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin, Fachbereich Puppenspiel. Seit 2003 ist er als freischaffender Figurenspieler tätig und macht eigene Kurzfilme. Darüber hinaus arbeitet Feisel mit der freien Gruppe „babelfish“, seit 2006 auch als Regisseur. Zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland, Auftritte bei diversen Festivals, zu Gast bei der FIDENA 2007 mit „GEDECK (aTABLE 1.03) und 2004 mit „Der Fall Ikarus – Betrachtungen von Engeln und Maschinen“. Florian Feisel ist bekannt für sein Theater mit Körperteilen und anderen Dingen sowie für performative Experimente.

***Angelika Hoffmann schaltet in der surrealen Bildsprache der Licht- und Schattenprojektionen auf Empfang und wartet mit erstaunlichen Mitteln auf, um ihre überraschenden, mitunter eigenwilligen Aussagen zu treffen - mal reduziert auf ein Material und eine Lichtquelle („Das Tier loben – den Gehorsam freigeben“), mal als raumfüllende Installation mit Objekten oder „gefangenen Schatten“ („Tonus“, Poesie Polar). Ihre Performances sind in Bildende Kunst, Objekt- und Schattenspiel umgesetzte Gedanken und Phantasien zu frei gewählten Themen, die von der Absurdität des Lebens und der Suche nach sich selbst erzählen. Künstlerische Spannungsfelder mit der Chance zu neuen medial-ästhetischen Entdeckungen entstehen in der Zusammenarbeit mit direkt am Produktionsprozess beteiligten Musikern, zum Beispiel mit Georg Dierks, „Findet mich das Glück?“, Limpe Fuchs „Tonus“, Annette Goldbeck „Zwischenzeit“, oder NDR Bigband „Die rote Posaune“, Produktion: KinderKinder. Seit 1995 betreibt Angelika Hoffmann die „Parzelle im Depot“, Produktions- und Veranstaltungsort für modernes Figurentheater und genreübergreifende Projekte. Während der Gründung des Kulturort Depot war sie mehrere Jahre im Vereins-Vorstand tätig. Ihre Ensemblearbeiten im Duo „Poesie Polar“ und ihre Solo-Projekte sind auf vielen internationalen Theaterfestivals vertreten, u.a. in Israel, Polen, Italien, Österreich, Holland, Schweiz und Deutschland.

****Georg Dierks, Schlagwerker aus Kiel, lebt seit 2009 in Dortmund. Er trommelte in den Sommerwerkstätten im Depot 2008 /09/10, u.a. mit Limpe Fuchs. In Zusammenarbeit mit Angelika Hoffmann entstand 2009 die Licht- Schatten- Klangperformance „Findet mich das Glück?“. Georg Dierks war seit Beginn der 80er als Schlagzeuger in Jazz, R & B und Soulformationen, mit umfangreichen Konzertaktivitäten im Kieler und Hamburger Raum tätig, u.a. mit Mark Breitfelder, Jan Mohr, Lars Rudolph. Mit dem am „NewJazz“ orientierten Trio „Colourful Culture“ entstand 86 die Freiheit, eigenen Sound zu entwickeln - unterstützt durch Schulungstreffen mit u.a. mit Paul Lovens. Georg Dierks ist Mitbegründer des Kieler Kulturvereins „Jeden Tag ein Bild ein Fest“.

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