Künstler / Akteure

Zwischen Kamera und Bühne - der Allrounder Bodo Schulte

Als neu ernannter Coach der Casting-Show "Die Puppenstars" berät er aktuell erfahrene Künstler und motivierte Nachwuchstalente, die den Auftritt vor einem Millionenpublikum erwägen. Grund genug, ihn einmal vorzustellen!

Bodo Schulte ist freiberuflicher Puppenspieler, Puppenspiel-Coach, Drehbuchautor und Puppenbauer. Im Fernsehen animierte er u.a. KÄPT´N BLAUBÄR und BERT. Als Coach und Berater führten ihn seine Puppenspiel-Workshops bis nach Kairo, Wien und Moskau. Er schreibt Drehbücher, Konzepte und Sketche für Fernsehen, Kino und Theater. Auf der Bühne ist Bodo Schulte zum Beispiel mit der von ihm erfundenen Figur Klemens Schulte-Vierkötter zu erleben. Wie kam es dazu, fragte auch ich mich und fand die Antwort auf Bodo Schultes Homepage:

„Wie wird man eigentlich Puppenspieler?

Dies ist für einen Puppenspieler die häufigste und  langweiligste Frage der Welt!
Wie gern würden die Fragesteller so was hören wie „...wurde ich als armes Findelkind unbekannten Alters und Geschlechts von Artisten und Zigeunern aufgenommen, bin als junger Bursche bei einem grantigen, aber gerechten Christusschnitzer in die Einöde zur Lehre gegangen und dann, auf der Suche nach meiner Herkunft, fand ich den geheimnisumwobenen Koffer meines Vaters, der wie mein Großvater und Urgroßvater einst ein großer Puppenspieler in der Südsee war....“
Tja...

Ich wurde 1963 geboren und bin im westfälischen „Hönnetal“ aufgewachsen, das mit seinem Kalkwerk ungefähr so idyllisch ist, wie der Güterbahnhof von Gelsenkirchen. Irgendwann zwischen Lehre (Elektroanlageninstallateur) und Fachabitur, noch vor Zivildienst (WWF-Deutschland) und Studium (Dipl. Sozialarbeiter / Film- u. Fernsehwissenschaft) besuchte ich einen Marionettenbaukurs. Es folgten viele, meist scheußliche Dekorationspuppen, die ich auf Bestellung baute.

Als ich dann mit Freunden ein Marionettentheater gründen wollte, stieß ich bei der Recherche auf den hilfsbereiten Puppenspieler Heinz Peter Schmälter aus Lünen, bei dem ich schließlich meine zweite „Lehre“ erfuhr. Bei unzähligen Marionettenspielen der Grimm-Märchen oder abendfüllenden Mozart-Opern lernte ich mit ihm den Alltag des „fahrenden Volks“ und bei vielen Seminaren in Peter Röders Seminarhaus „fabula“ auch Schaumstoffe,  Bandsägen, Schnitzeisen und Modellierstäbe kennen und lieben.

1987 gründete ich mit Olaf Müller das mobile „Puppentheater Pappnase“. Unter diesem Namen und mit verschiedenen Mitspielern gab es immer neue Inszenierungen für Kinder, die hauptsächlich in Schulen und Kindergärten gespielt wurden. Bis 1994 arbeitete ich noch halbtags als Sozialarbeiter, entschied aber dann mich beruflich nur noch dem Puppenspiel und -bau zu widmen.

Es zog mich immer mehr ins TV-Puppenspiel, wobei ich fürs Fernsehen nicht  nur spielte, sondern auch immer häufiger die Texte schrieb. Nach verschiedenen Ausbildungen als Drehbuchautor, zuletzt an der internationalen Filmschule Köln, arbeite ich immer mehr als Autor. Für Kinder-TV-Konzepte, Serien, abendfüllende Spielfilme und natürlich weiter fürs Theater.“