Kunstpiep 2013

Cie. Willi Dorner am 7. Juni in Bochum

“bodies in urban spaces” - so heißt die weltweit gefeierte Performance des österreichischen Choreografen Willi Dorner, die im Rahmen der KUNSTPIEP-Preisverleihung am 7. Juni 2013 in Bochum stattfand.


Eine Gruppe von regional ansässigen und eigens für dieses Event gecasteten Tänzerinnen und Tänzern entwickelte einen sich bewegenden Parcours durch die Bochumer Innenstadt.
Die Zuschauer folgten den buntgekleideten Körperkünstlern an öffentliche und halb-öffentliche Stationen wie Kirchentüren, Treppenaufgänge, Laternenpfähle, Garagendächer, Mauernischen, U-Bahnhöfen etc.



Die ungewöhnlichen Körper-Skulpturen eröffneten neue Perspektiven auf ein altbekanntes Umfeld und vermitteln damit ein nachhaltiges neues Stadt-Erlebnis.


 

Das wunderbare Grundkonzept der Performance wird an die jeweilige Stadt mit ihren Gegebenheiten und Eigenarten angepasst, sodass jede Veranstaltung von "bodies in urban spaces" eine einzigartige Inszenierung darstellt. Die Qualität des jeweiligen Ortes, der jeweiligen Tageszeit gibt jedem einzelnen Parcour eine einmalige Färbung.

Den Bochumer Parcours führte die Choreografin Esther Steinkogler aus dem Team um Willi Dorner aus.

 

“bodies in urban spaces” ist eine temporäre Intervention in unterschiedlichen urbanen architektonischen Räumen. Die Intention von “bodies in urban spaces” ist es, urbane funktionelle Strukturen und die daraus resultierenden limitierten Bewegungsmöglichkeiten und -gewohnheiten aufzuzeigen. Durch Positionierung der Körper an ausgewählten Stellen provoziert die Intervention einen Denkprozess und schafft Irritationen. Passanten, Einwohner und Zuschauer werden motiviert und aufgefordert über ihre urbanes Umfeld und die eigenen Bewegungsgewohnheiten nachzudenken. “bodies in urban spaces” lädt die Bewohner ein, ihre eigene Stadt zu begehen und so eine neue, stärkere Beziehung zur Nachbarschaft, dem Bezirk und der Stadt aufzubauen. Die Intervention ist temporär, hinterlässt ihre Spuren nur in der Erinnerung der Augenzeugen.

 

 

Pressestimmen

 

"Die Zuschauer folgten den Körperkünstlern, erlebten Solo- und Gruppenperformances, die sich überwiegend konkret in architektonische Begebenheiten einschrieben; gestapelte Menschen in einer Wand der Pauluskirche, L-förmige Körper auf Garagen in der Grabenstraße, fünf eingequetschte Yoga-Klappmesser neben der Rolltreppe am Bahnhof und immer wieder verknotete 'Haufen' junger Leute. 'Po-Bein-Salat', kommentiert einer. 'Unglaublich!' rufen andere und zücken das Smartphone."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10.06.2013

 

"Junge Menschen in Jogginganzügen liegen auf Treppenstufen, schmiegen sich an Dächer und Türrahmen, knoten sich um Pfosten und Schilder. [...] So lenken sie die Aufmerksamkeit auf unentdeckte, eigentlich unspektakuläre Orte in der Innenstadt. Zwielichtige Ecken, profane Hinterhöfe erhalten durch sie einen Farbtupfer und ein Aha-Erlebnis: So etwas also geht mit dem menschlichen Körper."

Halterner Zeitung, 11.06.2013

 

"Tänzer der Folkwang-Universität, der Akademie in Düsseldorf sowie ein Urbanatix-Artist 'besetzten' architektonische Nischen und ließen vor den Augen ungläubig interessierter Betrachter dort temporäre Kunstwerke entstehen, wo Menschen sonst täglich eher achtlos vorbeigehen."

Stadtspiegel Bochum, 26.06.2013

 

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